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Fairer Handel in Leer 12.04.2017 


Stadt erhält erneut den Titel "Fairtrade-Stadt"
Das Bild zeigt den Bundestagsabgeordneten Peter Meiwald bei seiner Ansprache im Festsaal

Das Bild zeigt den Bundestagsabgeordneten Peter Meiwald bei seiner Ansprache im Festsaal

Seit September 2014 darf die Stadt Leer den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Der Titel wird befristet für zwei Jahre verliehen. Dank vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich für den fairen Handel in Leer einsetzen, erhielt die Stadt Leer die Auszeichnung für weitere zwei Jahre. Dies wurde im Rahmen einer Veranstaltung im Festsaal des Leeraner Rathauses gefeiert.

Bürgermeisterin Beatrix Kuhl begrüßte die rund 40 Gäste und bedankte sich insbesondere bei der Fairtrade-Initiative, dem Weltladen, der Volkshochschule und den Kirchen für die Unterstützung und das Engagement für den fairen Handel.

Der Bundestagabgeordnete Peter Meiwald, von Bündnis 90/Die Grünen betonte in seiner Rede, wie wichtig es ist, konkret etwas für den fairen Handel zu tun. Es sei auf Dauer nicht zu verantworten, dass die westliche Welt auf Kosten anderer lebe. Er berichtete, dass er ein Jahr lang in Ruanda gewesen sei und ihm dort vor Ort deutlich geworden sei, dass es ein erheblicher Unterschied sei, ob die Erzeuger 30 Cent oder einen Euro für ihren Kaffee bekämen. „Mit dem Kauf von Produkten des fairen Handels können wir ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt setzen“, so Meiwald. Auch Behörden könnten fair gehandelte Produkte kaufen. Als Beispiel nannte er Dienstbekleidung. Sicherlich sei diese etwas teurer, aber sie habe auch eine andere Qualität. Leider gäbe es bislang nur wenige Anbieter für fair gehandelte Dienstkleidung. Er wies darauf hin, dass derzeit viel über die Möglichkeiten, Fluchtursachen zu bekämpfen, diskutiert werde. Dazu gehöre für ihn, den Menschen in den Heimatländern eine Lebensperspektive anzubieten. Sie müssten in die Lage versetzt werden, in ihrer Heimat ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Dies sei möglich, wenn entsprechende Preise für deren Erzeugnisse gezahlt würden. Insofern könne jeder etwas Positives bewirken, wenn er fair gehandelte Produkte kaufe.

Detlev Maaß von der Volkshochschule Leer berichtete, wie die Fairtradebewegung in Leer entstanden ist. Die Volkshochschule hat verschiedene Veranstaltungen und Projekte organisiert, aus denen sich dann die Fairtrade-Initiative entwickelt hat. Er versicherte, dass die Volkshochschule sich dieses wichtigen Themas auch in Zukunft annehmen werde.

Rudolf Mattheis von der Fairtrade-Initiative Leer verlas ein Grußwort der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und stellte die geplanten Aktivitäten der Initiative dar. So sollen beispielsweise im Mai auf dem Denkmalplatz fair gehandelte Rosen verteilt werden. Im Juni wird sich die Gruppe am Food Festival des Teletta-Groß-Gymnasiums beteiligen und auch beim Fest der Kulturen wird die Fairtrade-Initiative präsent sein.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von dem Musiker und Sänger Stanley van Sprang. Die Gäste hatten die Möglichkeit, im Anschluss an die Reden noch miteinander ins Gespräch zu kommen und diverse fair gehandelte Lebensmittel zu probieren.