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Leben in Leer
Lokale Agenda 21

Lokale Agenda 21


Lokale Agenda 21

"Noch leben wir in unverantwortlichem Ausmaß auf Kosten anderer Teile dieser Welt und zu Lasten der Zukunft."
(Richard v. Weizsäcker zum 40. Jahrestag des Grundgesetzes, 1989)

Aus der Erkenntnis heraus, dass die Menschheit durch ihre momentane Lebensweise die eigene Lebensgrundlage zerstört, fand 1992 in Rio de Janeiro die „Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung“ statt, um über eine zukunftsfähige Entwicklung der Erde zu beraten.

Mehr als 170 Staaten verabschiedeten auf dem bis dahin weltweit größten Umweltgipfel die so genannte „Agenda 21“, ein globales Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert.

Die Agenda 21 (wörtlich: „Was zu tun ist“) soll von nun an als Leitfaden zur Lösung nicht nur der ökologischen, sondern auch der sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Weltgesellschaft beitragen.

Zum Leitbild wurde das Prinzip der Nachhaltigkeit erklärt. Es soll eine nachhaltige Entwicklung eingeleitet werden, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden ohne die natürlichen Lebensgrundlagen und die Entwicklung für die künftigen Generationen zu gefährden.

„Global denken, lokal handeln“, gemäß diesem Motto weist die Agenda 21 den Kommunen eine besondere Bedeutung zu. Im Kapitel 28 des Abschlussdokuments von Rio heißt es:

„Als Politik und Verwaltungsebene, die den Bürgern am nächsten ist, spielen sie (die Kommunen) eine entscheidende Rolle bei der Informierung und Mobilisierung der Öffentlichkeit und ihrer Sensibilisierung für eine nachhaltige umweltverträgliche Entwicklung … Jede Kommunalverwaltung soll in einen Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und eine „kommunale Agenda 21“ beschließen. Durch Konsultation und Herstellung eines Konsenses würden die Kommunen von ihren Bürgern und von örtlichen Organisationen … lernen und für die Formulierung der am besten geeigneten Strategien die erforderlichen Informationen erlangen. Durch den Konsultationsprozess würde das Bewusstsein der einzelnen Haushalte für Fragen der nachhaltigen Entwicklung geschärft.“