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Leben in Leer
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Baudenkmal


Im März 1998 hat das Niedersächsische Landesverwaltungsamt - Institut für Denkmalspflege Hannover – ein Verzeichnis der Kulturdenkmale der Stadt Leer herausgegeben. In diesem Verzeichnis sind 365 bauliche Anlagen als Einzeldenkmale im Sinne des § 3 Absatz 1 des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes –NDSchG - vom 30. Mai 1978 (Nds. GVBl. S. 517) ausgewiesen und 35 Ensemble mit 233 bauliche Anlagen im Sinne des § 3 Abs. 3 unter Schutz gestellt.

Was muss ich beachten?

Die Eigentümer dieser baulichen Anlagen wurden alle vom Institut für Denkmalspflege IfD über die Eintragung schriftlich informiert. Das Verzeichnis ist jedoch noch nicht vollständig. Wenn Sie ein Haus besitzen, dass vor 1930 errichtet wurde, sollten Sie daher vor Beginn von Baumaßnahmen vorsichtshalber bei der Unteren Denkmalschutzbehörde – für das Gebiet der Stadt Leer ist dies die Untere Bauaufsichtsbehörde – nachfragen, ob dieses Denkmaleigenschaften besitzt.

Der Schutz des NDSchG ist nicht davon abhängig, dass die Denkmale in das Verzeichnis eingetragen sind.

Wenn Sie beabsichtigen ein vorhandenes Gebäude abzubrechen sollten in jedem Fall bei der Unteren Denkmalschutzbehörde nachfragen, unabhängig von dem oben genannten Jahr der Errichtung. (Abbruch eines Gebäudes)

Welche Maßnahmen benötigen eine denkmalrechtliche Genehmigung?

Einer Genehmigung der Denkmalschutzbehörde bedarf, wer

  • ein Kulturdenkmal zerstören, verändern, instandsetzen oder wiederherstellen
  • ein Bau- oder Bodendenkmal oder einen Teil eines Baudenkmals von seinem Standort entfernen oder mit Aufschriften oder Werbeeinrichtungen versehen,
  • die Nutzung eines Baudenkmals ändern oder
  • in der Umgebung eines Baudenkmals Anlagen, die das Erscheinungsbild des Denkmals beeinflussen, errichten, ändern oder beseitigen will.

An wen muss ich mich wenden?

Die untere Denkmalschutzbehörde und der Bezirkskonservator (zur Zeit Herr Rothlübbers, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (NLD), Stützpunkt Oldenburg) beraten Sie gerne und kostenlos in allen konstruktiven und gestalterischen Fragen. Auch hier gilt, je früher die zuständige Behörde an Ihren Planungen beteiligt wird, desto eher lassen sich Konflikte lösen.

Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?

Denkmalschutz muss nicht teuer sein. Meist sind es die einfachen Lösungen, die zu einem denkmalgerechten Ergebnis führen. Die Niedersächsische Bauordnung lässt bei der Sanierung von Baudenkmalen hinsichtlich des Brand-, Schall- und Wärmeschutzes viele Ausnahmen zu.

Zur Förderung von Instandsetzungsmaßnahmen an Baudenkmalen hat der Gesetzgeber zwei Möglichkeiten geschaffen:

  • die direkte Förderung über Landeszuschüsse und
  • eine erhöhte steuerliche Absetzung der erbrachten Aufwendungen im Rahmen des § 10 e Einkommenssteuergesetz.

Voraussetzung für eine Förderung ist jedoch, dass die Maßnahmen vor Beginn der Arbeiten mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt und eine denkmalrechtliche Genehmigung erteilt wurde. Wegen der nicht ausreichenden Landesmittel kommt eine direkte Förderung jedoch in der Regel nur für Baudenkmale von besonderer Bedeutung in Betracht.

Zur steuerlichen Absetzung benötigen Sie eine Bescheinigung der Denkmalschutzbehörde über die Höhe der für den Erhalt des Baudenkmals notwendigen Kosten. Dazu sind nach Abschluss aller Maßnahem alle Rechnungen aufzulisten und vorzulegen.

Für die Ausstellung der Bescheinigung wird eine Gebühr in Höhe von 70,00 – 410,00 € erhoben.

 
In welcher Form ist der Antrag auf denkmalrechtlicher Genehmigung einzureichen?

Einen Antrag auf eine denkmalrechtliche Genehmigung können Sie formlos bei der unteren Denkmalschutzbehörde stellen.

Dem Antrag sind alle zur Beurteilung der geplanten Maßnahme notwendigen Unterlagen (Zeichnungen, Detail-, und Konstruktionspläne, Material-, und Farbproben oder Beschreibungen) beizufügen. Wenn Sie für die Baumaßnahme auch eine Baugenehmigung benötigen, so ist die denkmalrechtliche Genehmigung in der Baugenehmigung eingeschlossen. Einen gesonderten Antrag brauchen Sie dann nicht mehr zu stellen.

Entstehen Kosten?

Für denkmalrechtliche Genehmigungen werden keine Gebühren erhoben.


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