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Leben in Leer
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Wallheckenlandschaft


Wallheckenlandschaft

Im Leeraner Nordosten, in den Ortsteilen Loga und Logabirum bewegt man sich in einer Landschaft, die weltweit einzigartig ist und die es nur hier im Nordwesten Deutschlands gibt. Prägendes Element sind die Wallhecken, mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Erdwälle, die einmal entstanden sind, um das Weidevieh einzugrenzen. Heute fächern sie die Landschaft auf und verleihen ihr einen fast parkartigen Charakter.

Ihre Einfriedungsfunktion haben die Wallhecken mit der Erfindung des Stacheldrahts verloren, dennoch sind sie heute von unschätzbarem Wert. 

Wallheckenlandschaft

In einem der waldärmsten Landkreise Deutschlands ersetzen sie mit einer Gesamtlänge von etwa 1700 km – das entspricht der Entfernung von Leer bis Sizilien – praktisch den Wald. In einer intakten Wallheckenlandschaft leben Tausende von Tierarten: Kleinsäuger, Vögel, Reptilien, Amphibien und Insekten.

Bereits seit 1935 unterliegen die Wallhecken dem Naturschutz.

Gerade auch im städtischen Umfeld sind Wallhecken stark gefährdet. Immer neue Siedlungen sind über viele Jahre hinweg in die Wallheckenlandschaft hineingebaut worden. Um dem Einhalt zu gebieten und um das Bewusstsein für den kulturellen und ökologischen Wert dieser einzigartigen Landschaft, entstand im Jahr 2000 eine große Bürgerinitiative, die sich kurz darauf im Verein “Schutzgemeinschaft Wallheckenlandschaft Leer e.V.“  zusammenschloss.

Etwa zur gleichen Zeit gab es auch einen grundlegenden Wandel in der Stadtentwicklung. „Innen- vor Außenentwicklung“ lautete nun das Motto für das Ziel einer kompakten Stadt.

Der Verein hat sich trotzdem enorm weiterentwickelt, betreibt mittlerweile ein eigenes Wallhecken-Umweltzentrum in Logabirum und hat u.a. auch eine Wallhecken-Erlebnistour entwickelt, um Einheimischen und Gästen der Stadt diese kulturelle und ökologische Wunderwelt näher zu bringen.