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Küche


Hier ein Einblick in einige bekannte ostfriesische Gerichte:

Blaukook
Längliche kleine Kuchen, die blau und braun angelaufen, außerdem sehr dicht und schwer verdaulich sind. Das liegt daran, dass die Kuchen zum Teil ungegoren sind und zusätzlich, weil sie, heiß aus dem Ofen genommen, sofort in kaltes Wasser geworfen werden, wodurch sie sich zusammenziehen. Blaukook wurde früher auf Krammärkten verkauft.

Blootballn
Auch „Blootkluntjes“. Klöße von Roggenmehl mit Schweineblut. Sie sind wie Blutwürste mit Speckwürfeln durchsetzt und werden in einer eisernen Pfanne gebraten. Vor dem Braten werden sie in Scheiben geschnitten.

Bookweiten Knieper
Auch „Bookweiten Schubbert“ oder „Jan Hinnerk“ ist ein Buchweizenpfannkuchen mit Speckschnitten durchsetzt. Dann gibt es noch den „Beestpannkook“, Beestmählpüüt“, „Beestmünneke“ oder „Pirrel in’t Püüt“, ein Gebäck aus Mehl und „Beest“, der ersten, dickflüssigen Milch einer Kuh gleich nach dem Kalben. Er wird in einem Tuch in kochendem Wasser gargekocht.

Brannwienskopp
oder „Sienbohnensorp“, ein Getränk zur Feier der Geburt eines Kindes. Dabei werden Rosinen mehrere Tage in Wasser eingeweicht und anschließend in ein Gefäß mit Branntwein geschüttet. Heute ist das Getränk auch bekannt als „Kinnertoen“.

Bruunkohl
Auch „Strunkkohl“, „Grönkohl“ oder „Speck’nkohl“. Der Kohl wird gehackt und mit einem Zusatz von Hafergrütze oder dicker Grütze (Graupen) gekocht. Ebenso wird ein Stück Speck hinzugegeben. „Dat Stück Speck dürt so dick wesen as ’n Lüthers Gesangbook“.

Fidel Frientje
„Trientje (oder Jantje) sacht in’t Liev“ – Scherzbezeichnung für süße Liköre, „wie sie die Weiblichkeit bevorzugt.“

Hollandse Krüüden
Eine Kräutermischung aus den Niederlanden, die zusammen mit Genever einen beliebten Bitterschnaps ergibt. Für die Hausapotheke gerne auch gegen Verdauungsstörungen angewandt. Die Grundlage für den leckeren Kruiden.

Klor mit Sööt
Oder „Pingelsööpke“: Geneverschnaps mit Zucker.

Neejohrskook
Ein Teig aus Weizenmehl, Milch (alternativ auch Wasser, in dem Kandis aufgelöst wurde), Butter, Zucker und Eiern, gewürzt mit Kardamom. Der Teig wird in ein besonderes Waffeleisen gegeben und anschließend zu dünnen Kuchen gerollt.

Oll Wiefen
Kuchen aus gekochtem Sirup mit Roggenmehl und ein bisschen Weizenmehl zur Verfeinerung. Gewürzt wird das Gebäck mit Koriander, Vanille und Zitrone. Der Teig wird auf einem Blech in Platten gebacken und längs und in der Breite gerillt.

Pökelfleisch

Pökelfleich

Das Pökeln ist ein traditionelles Konservierungsverfahren für Fleisch

Snirtjebraa
Mürbebraten, der zum Schlachtfest zubereitet wurde.  

Speckendicken

Speckendicken

1 ½ Pund Speckendickenmehl (van’t Backer)
3 Eier
¾ Pund Rosinen
1 Pütje Anis
1 Pütje Cardamom
´n bietje Solt
½ Pund Botter (uplösen)
1 Dös Sirup (in heet Water uplösen)
‘n bietje Melk
Speck- un Mettwurstschieven

Speckendickenmehl mit de Sirup, Eier un Melk anröhren, bit dat’n taje Mengsel gifft. Rosinen, Anis, Cardamom un Solt bigeven. Tolesd de Botter bimengen un over Nacht setten laten.

In’t Wafeliesder of Pann bakken.

  • Speckschieven un Mettwurstschieven in’t Iesder geven Mit’n Sleef de Deeg d’r up doon. Wafeliesder tomaken un de Deeg ofbacken, bit gien Damp mehr hoogkomen deit.
  • Speck in Dobels snieden un in’n Pann utlaten. De Deeg up de utlaten Speck geven, Mettwurstschieven rindrücken, dunkelbruun un kroß braden. Eten!

S. Pötzsch, Ostfriesische Gerichte, Gebäcke und Getränke, M. Hensmann, Van Verknobeln, Rullerkes un Speckendicken.

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