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27.04.2026

»Nicht zulassen, dass sich Geschichte wiederholt«

Kornelis Fielstra, Johannes Kok, Carolus Magermans, Johannes Magermans und Johannes Verbiest: Dieser fünf Niederländer wurde am Sonnabendnachmittag bei einer Gedenkfeier im Westerhammrich in Leer gedacht.

Genau 81 Jahre zuvor, am 24. April 1945, waren sie in der Nähe des heutigen Gedenkorts im Hammrich vom selbsternannten „Hauptmann“ Herold und seinen Gefolgsleuten ermordet worden.

Der stellvertretende Bürgermeister Bruno Schachner und Heisfeldes Ortsvorsteherin Beate Stammwitz sprachen zu den Teilnehmern, zu denen auch Kees Fielstra, der Sohn des getöteten Kornelis Fielstra, gehörte.

Während Schachner auf das schreckliche Verbrechen von damals einging, das nach einem Scheinprozess mit dem Erschießen der fünf Widerstandskämpfer durch die Gruppe um den damals 19-jährigen Hochstapler Willi Herold gipfelte, mahnte Stammwitz, „dass wir - die Bürgerinnen und Bürger von Leer - nicht zulassen dürfen, dass sich Geschichte wiederholt.“

Frieden, Freiheit und Menschlichkeit seien die höchsten Güter, die es zu schützen gelte, betonte sie.

Bereits am Mittag waren am Rathaus Rosen an eine Gedenktafel am Seiteneingang gesteckt worden. Im Krieg war im Rathaus die Polizeiwache mit einem Gefängnis untergebracht. Hier waren die Niederländer vorübergehend inhaftiert worden.

Ein spezieller Moment war die Dankesrede, die Kees Fielstra hielt - und die der ehemaligen Leiterin des Stadtarchivs, Menna Hensmann, galt.

Fielstra hatte lange Zeit keine Informationen darüber, wie sein Vater zu Tode gekommen war.

Erst ein Treffen mit Hensmann im Jahr 2010 brachte Licht ins Dunkel.

„Menna hat mein Leben im Hinblick auf die Ereignisse im April 1945 bereichert“, sagte Fielstra. Dank ihr sei er auf besondere Weise mit seinem Vater in Kontakt gekommen.