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Arbeiten bei der Stadt Leer

Pressemitteilungen

04.03.2026

Klimaanpassung: Workshop brachte 40 konkrete Ideen

Welche Maßnahmen helfen der Stadt Leer, sich besser gegen Starkregen und Hitze zu wappnen? Diese Frage stand jetzt im Mittelpunkt des zweiten Fachworkshops zur Klimaanpassung, an dem unter Leitung der städtischen Klimafolgenanpassungsmanagerin Carolin Heiler und des externen Gutachterbüros Green Adapt zahlreiche Akteurinnen und Akteure der Stadtverwaltung, der Stadtwerke, des Borromäus-Hospitals, des BUND, der Grundschulen, des Landkreises, der Landwirtschaftskammer und des NABU teilnahmen.

Rund 40 konkrete Ideen sind das Ergebnis des Workshops. Diese wurden zunächst bewertet, ob sie seitens der Stadt realistisch umsetzbar sind, und dann in Maßnahmensteckbriefen festgehalten. Mögliche Beispiele: naturbasierte Ansätze wie Dachbegrünungen, technische oder infrastrukturelle Ansätze wie Deiche, Rückhaltebecken und hitzeresiliente Baustoffe sowie stadtplanerische Regelungen wie Bauverbote in Überschwemmungsgebieten oder Frischluftschneisen. Auch ökonomische Instrumente wie Förderprogramme, informative Instrumente (Info-Kampagnen, Frühwarnsysteme) und die Stärkung der Eigenvorsorge (Beratungen zu Schutzmaßnahmen am Haus) wurden aufgenommen. Die Maßnahmensteckbriefe werden im nächsten Schritt ausgewertet und mit Zuständigkeiten, Finanzierungsmöglichkeiten und Zeithorizonten versehen. Im dritten Fachworkshop werden finale Formulierungen und Zuständigkeiten sowie Prioritäten für einen vorläufigen Maßnahmenkatalog für das Klimaanpassungskonzept festgelegt, der dann der Politik zur Entscheidung vorgelegt wird.

Während des Workshops wurden zudem eine Starkregengefahrenkarte und eine Hitzehotspot-Karte für das Leeraner Stadtgebiet vorgestellt. Diese waren mit Hilfe hydrologischer und topografischer Geländedaten sowie einer satellitengestützten Luftbildauswertung erarbeitet worden. Zudem präsentierte Dr. Andreas Marx (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) den bundesweiten Dürremonitor, der unter anderem direkte Folgen des Klimawandels für die Land- und Forstwirtschaft, die Biodiversität und die Wasserversorgung aufzeigte.

Auch Bürgerinnen und Bürger können nach wie vor Ideen für Maßnahmen vorschlagen – entweder online unter Beteiligungskarten der Stadt Leer (https://kühle-orte.de/beteiligungskarten-klimaanpassung-stadt-leer ) oder direkt in der Stadtbibliothek, wo sie ausgehängt sind.