Wärmeplanung: 14 Handlungsoptionen für die Stadt Leer
Das Ziel ist klar: Die Wärmeversorgung in Leer soll bis 2040 klimaneutral gestaltet werden.
Seit Montag ist die Stadtverwaltung dabei einen großen Schritt weitergekommen. Gemeinsam mit ihrem Partner EWE Netz stellte sie im Festsaal des Rathauses die Ergebnisse der Ende 2023 gestarteten Kommunalen Wärmeplanung (KWP) vor.
Jannik Hartfil und Manuel Bründl (EWE Netz) erläuterten vor knapp 100 Besuchern den ausgearbeiteten Maßnahmenkatalog, während Patrick Nestler (Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen) unter anderem zu rechtlichen Rahmenbedingungen Stellung bezog und Oliver Gassner (Verbraucherzentrale) zu Förderprogrammen Auskunft gab.
Konkret beinhaltet der Maßnamenkatalog 14 Handlungsoptionen. Die meisten beziehen sich auf die zentrale Wärmeversorgung durch Wärmenetze in Quartieren, die künftig etwa 15 Prozent der gesamten Versorgung ausmachen soll. Exemplarisch wurden daraus fünf mögliche Eignungsgebiete konkreter vorgestellt:
- „Maiburger Straße“,
- „Sägemühlenstraße“,
- „Seehafen/Nesse“,
- „Kernstadt Nord“,
- „Kernstadt Süd und
- Altstadt“.
Ebenfalls eine Option ist es, eine Vorstudie zum Thema „Nutzung der Abwärme der Kläranlage“ in Auftrag zu geben.
Was die Lösungen der dezentralen Versorgung betrifft, die künftig 85 Prozent ausmachen sollen, gibt es für die Stadt vier denkbare Maßnahmen.
Zum einen könnte sie selbst eine Vorbild-Rolle übernehmen, indem sie in kommunalen Gebäuden die Energieeffizienz durch das Nutzen regenerativer Energiequellen weiter stärkt. Das Ausweisen von Sanierungsgebieten, eine Info-Kampagne zu Gebäude- und Heizungssanierungen sowie das Etablieren von Energieberatungen sind weitere mögliche Optionen.
Stadtbaurat Jens Lüning sieht in der Wärmeplanung eine „fundierte Grundlage, um sowohl zentrale Wärmenetze als auch dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Biomasse oder Hybridheizungen gezielt einzusetzen“.
Als Nächstes werden nun die politischen Gremien über konkrete Prioritäten beraten. Vorgeschrieben ist es, in den nächsten fünf Jahren mit fünf Maßnahmen zu beginnen.
