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Stele 1: Synagogen in Leer

um 1690
Erstmals wird ein Versammlungsraum genannt, in dem sich die jüdische Gemeinde zum Beten einfindet.

Eine erste Synagoge befindet sich in der Kirchstraße, in einem Haus, das früher die „Drei Kronen“ genannt wurde und später einem Ch.G. Teune gehörte, der es zu einem Packhaus umbaute.

1760
In der sogenannten „Drekstraate“ (heute Norderstraße) wird eine neue Synagoge gebaut. Wenn die Gemeinde auch Schutzgeld an die „hoge lands regeeringe“ bezahlen muss, kann sie sich doch einen Rabbiner leisten.

1793
An der Burgstraße (heute Pferdemarktstraße) baut die Gemeinde eine schlichte Synagoge und nutzt sie bis 1885.

1885
Nach langen Überlegungen und Verhandlungen kann die jüdische Gemeinde auf dem Grundstück Heisfelder Straße 44, das sie dafür erworben hat, eine neue Synagoge bauen. Diese wird am 28. Mai 1885 unter Mitwirkung von Landrabbiner Dr. Buchholz (Emden) und Bürgermeister Pustau feierlich in Gebrauch genommen.

1938
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wird die Leeraner Synagoge geschändet und in Brand gesteckt. Die Feuerwehr hat Weisung, nicht zu löschen. Bis auf die Kellergewölbe mit dem Tauchbad werden die Reste der Synagoge von einem Transport-Unternehmen im Auftrag der Stadt Leer bald darauf entfernt.