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Stele 3: Verfolgung und Zerstörung

1933
Aufruf zum Boykott der jüdischen Geschäfte, Verleumdung jüdischer Bürger, Verbot des rituellen Schlachtens, Vertreibung jüdischer Beamter aus dem Staatsdienst.

1935
Nürnberger „Rassegesetze“ machen Jüdinnen und Juden zu „Untermenschen“. 1936 Aberkennung des Wahlrechts, die Versorgung in öffentlichen Krankenhäusern wird unterbunden.

1938
Verfügung, in den Pass ein „J“ stempeln zu lassen, Geschäfte im Schaufenster als jüdisch zu kennzeichnen, später Anordnung, den gelben Judenstern immer sichtbar an der Kleidung zu tragen.

1938
In Leer wird in der Nacht vom 9. auf den 10. November durch die SA und ihre Helfer die Synagoge in Brand gesteckt. Schaufenster und Wohnungen jüdischer Familien werden demoliert. Unter entehrenden Umständen werden Jüdinnen und Juden mit ihren Kindern durch die nächtlichen Straßen getrieben und in Koben im Viehhof auf der Nesse gefangen gehalten. Die Männer werden am folgenden Tag in das KZ Sachsenhausen verschleppt.

1940
Die letzten Jüdinnen und Juden werden im Frühjahr 1940 deportiert. Ihre Spur verliert sich in den Vernichtungslagern.