Gedenken zum 88. Jahrestag der Pogromnacht
Vor 88 Jahren wurden auf Geheiß der NS-Regimes reichsweit die Synagogen niedergebrannt. Tausende von Synagogen, Wohnungen und Geschäften wurden gestürmt und zerstört und
zahlreiche jüdische Menschen ermordet. Dem gingen seit 1933 eine entwürdigende Ausgrenzungspolitik und menschenverachtende Drangsalierungen voraus.
Auch in Leer wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die damalige imposante Synagoge an der Heisfelder Straße von Leeraner Bürgern in Brand gesetzt, die jüdische Bevölkerung unter brutaler Gewalt aus ihren Häusern geholt und durch die Stadt zum Viehhof auf die Nesse getrieben, wo sie, eingesperrt wie Vieh, die Nacht im Stall verbringen mussten.
Diesen furchtbaren Ereignissen und den Opfern des Holocaust gedenkt die Stadt Leer gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Leer und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e.V. am Montag, 9. November 2026.
Der Ablauf wurde in diesem Jahr geändert.
- Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr auf dem Synagogengedenkplatz an der Heisfelder Straße / Ecke Ubbo-Emmius-Straße (Bummert) mit einer Kranzniederlegung und Beiträgen von Schülerinnen und Schülern des Teletta-Groß-Gymnasiums und des Ubbo-Emmius-Gymnasiums.
- Anschließend folgt um 19 Uhr ein Gottesdienst in der Baptistenkirche Leer, Ubbo-Emmius-Straße 2 . Die Predigt hält Pastor Jürgen Woithe von der Evangelisch-metho-distischen Kirche Leer. Die Kollekte ist für die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg bestimmt.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.
