Phänomenaler Start für »Eltern-Talk« im Wohnzimmer
Presseinformation:
Phänomenaler Start für „Eltern-Talk“ im Wohnzimmer
Leer – Der Präventionsrat der Stadt Leer setzt in Kooperation mit der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen auf ein neues niedrigschwelliges Format, das Mütter und Väter mit oder ohne Migrationshintergrund auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch bringen soll. Die Rede ist vom „Eltern-Talk“, der sich bereits in vielen Regionen in Niedersachsen bewährt hat. In kleinen Gruppen sollen vor allem Alltagsprobleme oder Erziehungs- und Medienthemen diskutiert werden. Das Ziel ist nicht nur, Kompetenz zu erweitern, sondern auch, sich zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und alltagsnahe Problemlösungen zu finden.
Sieben Frauen aus der Region sind zuletzt in dialogischer Gesprächsführung geschult worden, übernehmen die Moderatorenrolle und greifen dabei auf Bildkarten zu Themen wie Taschengeld, Handy-ABC oder „gesundes Aufwachsen“ zurück. Beim etwa zweistündigen „Eltern-Talk“ lädt eine Gastgeberin/ein Gastgeber fünf bis sieben Mütter und Väter ins eigene Wohnzimmer ein. Als Dankeschön gibt es einen Gutschein und ein kleines Gastgeschenk, während die geschulten Talkerinnen eine Ehrenamtspauschale von 50 Euro erhalten.
Als Koordinatorin des Projekts (Regionalbeauftragte) konnte Gertrud Auge gewonnen werden. Sie kannte die Frauen, die nunmehr die Rolle der Moderatorinnen übernommen haben, bereits aus theaterpädagogischen Projekten oder aus ihrer Arbeit in den ebenfalls vom Präventionsrat unterstützten Sprach-Cafés. Sie spricht von einem „phänomenalen Start“ des Projekts in Leer. Die ersten Talks seien hervorragend angenommen worden. Insgesamt wird das Projekt für drei Jahre über die Landesstelle Jugendschutz finanziert. 120 Talks jährlich sind geplant – sehr zur Freude von Bürgermeister Claus-Peter Horst, der die Initiative als vielversprechend ansieht und das Engagement der ehrenamtlichen Talkerinnen lobte. Diese stammen unter anderem aus der Türkei, Syrien und Georgien und können in verschiedenen Sprachen moderieren. Die Frauen würden nicht nur dazu beitragen, die Erziehungs- und Medienkompetenz der Teilnehmenden zu steigern. Sie würden durch ihre Arbeit auch das friedvolle Zusammenleben und das gegenseitige Verständnis der Bürgerinnen und Bürgern aus Leer untereinander fördern, so Horst. In der Stadt Leer leben Menschen aus 124 Nationen.
Das Foto zeigt (von links) Firida Batiyera, Bürgermeister Claus-Peter Horst, Organisatorin Gertrud Auge, Arne Salge (Fachdienst Kinder, Jugend und Gemeinwesenarbeit), Nogin Ramo, Maren Struckmann (Gemeinwesenarbeit Weststadt), Dindare Özgeyikci und Natia Machalikashvili.
